Schule in Jiri - eine Vision auf dem Weg zur Realität

Neubau einer Schule im nepalesischen Bergdorf Jiri geplant

München / Kathmandu, Nepal, 6.12.2016 – Bibi Funyal, Gründer und Leiter des nepalesischen Kinderhilfswerks Future Citizen, lässt keinen Zweifel an seinem Vorhaben aufkommen. Sein Heimatdorf in der Bergregion Jiri soll eine neue Schule für 200 Schüler bekommen. Eine Schule inklusive Internat für benachteiligte und bedürftige Kinder mit 50 Plätzen. „Das ist der Traum, den ich seit langem in mir habe. Ich will, dass es den Kindern aus Jiri zukünftig besser geht als der Generation ihrer Eltern“, sagte der 44-jährige Nepalese gestern auf einer karitativen Veranstaltung für sein Kinderhilfswerk. Aktuell versorgt Future Citizen in Jiri und Nepals Hauptstadt Kathmandu insgesamt 25 Kinder zwischen fünf und 16 Jahren und bietet ihnen neben Unterkunft, Ernährung, Bekleidung und medizinischer Versorgung vor allem eines: den Zugang zu Bildung.

Bildung für alle – ein schwieriges Thema in Nepal

In der Region, zu der Jiri gehört, gibt es nur wenige Schulen. Und diese sind für die Kinder teils nur mit stundenlangen Fußmärschen in gebirgigem Gelände zu erreichen. Bildung genießt in den ländlichen Gegenden Nepals, einem der ärmsten Länder der Welt, ohnehin kaum einen Stellenwert. Viele Kinder müssen bereits in jungen Jahren arbeiten und mithelfen, ihrer Familie ein Auskommen zu sichern. Beispielsweise verdienen sie sich wenige Nepalesische Rupien am Tag als Träger. Häufig sind die Kinder (Halb-) Waisen und auf sich allein gestellt. Die nähere Verwandtschaft kann sich nicht ausreichend um sie kümmern oder verdient zu wenig. Tausende Nepalesen arbeiten im Ausland als Tagelöhner, sehr häufig in den Golfstaaten, z. B. auf den zahlreichen Baustellen in Katar. Bisweilen gründen sie im Ausland eine weitere Familie und verschwinden für immer aus dem Leben ihrer Kinder in Nepal.

Bibi Funyal weiß aus eigener Erfahrung: Nur Bildung schafft die Voraussetzung dafür, dass es den Kindern aus den Bergregionen Nepals künftig besser geht. Nur durch Schulbildung werden sie in die Lage versetzt, sich selbst eine positive Zukunft aufzubauen. Und dazu ermutigt, nachfolgende Generationen in ihren Heimatdörfern gleichermaßen zu unterstützen. Ein Zyklus der Hilfe zur Selbsthilfe soll entstehen – für ein besseres Leben.

Spenden für den Wiederaufbau des Kinderhauses und den Neubau einer Schule in Jiri

Zusammen mit dem Team Future Citizen Deutschland, das den karitativen Infoabend organisierte, möchte Bibi Funyal weitere Spender, Paten und Sponsoren für die Projekte des Kinderhilfswerks gewinnen. Menschen aus wohlhabenderen Teilen der Erde, die sich für die Interessen der Kinder aus dem Bergdorf Jiri im fernen Nepal einsetzen.

Bild: Foto Sexauer

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